DGBjugend lädt zum OB Wahlkampf

Am 28. Februar luden die DGBjugend und die verdi-jugend Frankfurt zum OB Wahlkampfsgespräch ein. Wie schon 2 Wochen zuvor beim DGB waren alle möglichen Parteien, außer die Partei DIE PARTEI geladen. Wie schon 2 Wochen zuvor, ließen wir uns davon jedoch nicht abschrecken, es wirkte eher mobilisierend.

Kurz vor Beginn um 18 Uhr betraten also 2 gut gekleidete Politiker der Partei DIE PARTEI Gallus (und Gutleut) den Wilhelm-Leuschner Saal und wurden auch auf Grund Ihrer Plakate des OB der Herzen sogleich erkannt. Nachdem wir uns nun häuslich eingerichtet hatten (Plakate aufhängen, überall Flyer liegen lassen und das Namensschild des Vertreters der Jungen Union mit Flyern überklebten) machte die DGBjugend geistesgegenwärtig sofort einen Platz in der Mitte des Podiums frei, stellte ein Namensschild für unseren Vorsitzenden auf und lud uns auf das Podium ein.

Im Verlauf der Diskussion wurde schnell klar: Die einzige Partei die sich inhaltlich vorbereitet hatte war DIE PARTEI. Es stellte sich schnell heraus, dass keiner der anderen Vertreter je mit dem OB Kandidaten der eigenen Partei Rücksprache geführt hatte, auch hatte niemand lokale Getränke dabei. Somit konnte natürlich keiner Fragen nach der Meinung des OB Kandidaten beantworten. Bei der Partei DIE PARTEI war das natürlich ganz anders.

Brennende Fragen nach einer Rettung der „Massage“ Berufsschule in Höchst (diese soll geschlossen werden) konnte allein DIE PARTEI beantworten. Natürlich werden wir diese Schule nach Machtergreifung weiterführen. Wir lieben Massagen und unser OB Schmitt auch. Somit ist vollkommen klar, dass wir die einzige Partei sind, welche sich für Massagenachwuchs einsetzt. Auch ein Blick in die Zukunft „Massagen werden auch im künftigen Hafenviertel gebraucht werden“ brachte das Publikum auf Linie der PARTEI.

Die Runde zu den Problemen im ÖPNV System war auch eine sehr erfolgreiche für DIE PARTEI. Es begann mit der Frage nach mehr Nachtverkehr also „mehr ÖPNV Nachtverbindungen für Jugendliche“. Die Junge Union verstand mal wieder nur Bahnhof und Fragte direkt nach, was denn der Nachtfahrplan mit Jugend zu tun hatte. Sofort konnte unser Vorsitzender mit einer gekonnten Geste (Prosten mit seiner Bierdose) auch dem letzten Gast im Publik bergreiflich machen, was Nachtbusse wohl mit Jugend zu tun haben.

„Wir werden uns dafür einsetzen, dass neben mehr Nachtbussen, auch der Äpplewoi Express die ganze Nacht im 10 Minutentakt verkehrt. Wir erwarten uns damit Mehreinnahmen in zweistelliger Höhe“ brachte weitere Zustimmung.

Zur Neuerrichtung einer Ring-U-Bahn konnte einzig DIE PARTEI ein schlüssiges Konzept vorlegen. Die JU in Koalition mit JUSOS und Grüne Jugend lehnten diesen Entwurf aus Kostengründen ab. DIE LINKE konnte dazu nichts sagen (es ging nicht um Krieg und auch nicht um Lafontaine und Frauen).

Wir luden sofort HERBERT den „Superman“ der Piratenpartei ein, sich nach unserem Wahlsieg der PARTEI anzuschließen. Wir versprachen ihm einen vielversprechenden Job als U-Bahnbauer. „Er könnte bei uns mit seinen Laseraugen und Flugkräften kostengünstig einen U-Bahntunnel um ganz Frankfurt in kürzester Zeit errichten. Dies erzeugt weder hohe Kosten, noch landet Herbert nach der Wahl beim Arbeitsamt.“

Diesem geballten Feuerwerk der Realpolitik konnte der JU Vertreter dann doch nicht mehr standhalten und verließ das Podium frühzeitig.

Natürlich ging es bei allen Diskussionen auch um die Finanzierbarkeit. Das breite Spektrum aus CDU/SPD/GRÜNE  stellte klar: „Wir haben eine Schuldenbremse und müssen uns leider daran halten“. Die LINKE hackte dauernd auf dieser Argumentation herum und bemerkte mind. fünffach: „Sie hätten  als einzige Partei der Schuldenbremse nie zugestimmt“. Natürlich war auch das falsch. Unser Vorsitzender unterbrach: „Wir als DIE PARTEI haben diesem Konzept auch nicht zugestimmt, unter anderem weil es uns nicht weit genug geht. Die Linke solle es endlich unterlassen mit falschen Angaben zur Schuldenbremse Geschichtsrevisionismus zu betreiben“.

Die Piratin spielte die ganze Zeit an ihrem iPad herum und hatte dazu natürlich nichts zu sagen.

Direkt nach der Veranstaltung lud die Gewerkschaftsjugend noch in die „Akademie der Arbeit“ auf Bier und Salzstangen ein. Im Verlauf des Abends ließen wir die Jusos sogar ein Mal beim Kickern gewinnen und konnten die ganze „Akademie“ mit Flyern und Plakaten ausstatten.

Alles in Allem ein gelungener Auftritt.

 

Veröffentlicht unter Allgemein, Ortsverband

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